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Wandern zum Genuss

Wie nutzt der Tiroler Tourismus das Thema Alm für sich? Die SAISON stellt verschiedene Regionen vor, die vormachen, wie es gehen kann. 

MAI 2019Text: Rebecca Müller
Wandern  zum  Genuss
Während Almen früher mehr in Verbindung mit Sport vermarktet wurden, setzt man heute vielerorts auf Kulinarik, Nachhaltigkeit und Genuss.
© Tirol Werbung

Almen haben für Tirol wie für den heimischen Tourismus schon immer eine wichtige Rolle gespielt. Während in Sachen Bewerbung der Almen lange Zeit vor allem die sportliche Betätigung im Vordergrund war, steht heute auch die Kulinarik im Fokus. Ersetzt hat der kulinarische den sportlichen Aspekt jedoch nicht. Vielmehr ist es die Kombination, die auch dem Zeitgeist entspricht.     

Genusswandern und -biken liegen absolut im Trend, bestätigt Michael Walzer von der Tirol Werbung. Darüber hinaus ist er überzeugt: „Immer mehr Menschen interessieren sich für Kulinarik und legen vor allem Wert auf hochwertige Produkte und wollen wissen, wo sie herkommen – auch Einheimische.“  Regionalität und Nachhaltigkeit spielen dabei im und für das Land selbst eine Rolle. In den letzten Jahren wurde eine Fülle an Initiativen gestartet, eine davon fokussiert sich auf die Gastronomie: „Zahlreiche Hotels und Pensionen verwenden regionale Produkte und tischen zum Frühstück zum Beispiel Almbutter und -käse auf“, erzählt Walzer.

„So schmeckt Osttirol“

Stellvertretend für viele Regionen, die das Thema Almen und Kulinarik aufgegriffen haben, ist das Beispiel Osttirol zu nennen. Hier wird auf die kulinarische Bandbreite gesetzt. Beworben werden heimische Haubenrestaurants ebenso wie urige Almen oder die Kulinarik im Nationalpark Hohe Tauern. Mehrere Betriebe sind Partner des „Osttirol Frühstück“ und arbeiten mit regionalen Produzenten zusammen.

Michael Walzer

„Immer mehr Menschen interessieren sich für Kulinarik, legen Wert auf hochwertige Produkte und wollen wissen, wo sie herkommen.“

Michael Walzer, Tirol Werbung

Kulinarik als Erlebnis in Kufstein

Die Besichtigung von kulinarischen Schaubetrieben – wie Brennereien, Käsereien oder Brauereien – wird auch im Bezirk Kufstein angeboten. Darunter zum Beispiel die Almkäserei Aschinger in Ebbs oder die Schaukäserei Ackernalm Thiersee. Unter dem Motto „Regional einkaufen“ werden Hofläden, Brennereien oder auch Imker in den Mittelpunkt gerückt. Genusswanderungen drehen sich zum Beispiel um Almkäse, Wildkräuter oder den Thierseer Wacholder. Bei Gästen wie Einheimischen gleichermaßen beliebt ist das Frühstück am Berg, das auf 17 Almen genossen werden kann. Almbutter und Sonnenaufgang Etabliert ist das Frühstück am Berg auch in der Region Wilder Kaiser. Hier sind es ganze 49 Hütten, die teilnehmen. Frühmorgendliche Wanderungen in allen Schwierigkeitsgraden haben hier ein traditionelles Frühstück zum Ziel. Im Brixental in den Kitzbüheler Alpen hat sich die Initiative KochArt gegründet, der 23 Betriebe angehören. KochArt will Regionalität und Nachhaltigkeit in der Gastronomie stärken. Heimische Produkte werden aber nicht nur verkocht, sondern auch im Rahmen verschiedener Veranstaltungen ins Schaufenster gestellt. Zum Beispiel bei den Raritätentagen, wo das Almschwein im August im Mittelpunkt des Interesses steht. Auch diese seien ein gelungenes Beispiel für ein touristisches Angebot, das der Region und nicht zuletzt den Einheimischen zugutekomme, sagt Michael Walzer. Denn: „Schmecken tut’s allen!“

Almbutter und Sonnenaufgang

Etabliert ist das Frühstück am Berg auch in der Region Wilder Kaiser. Hier sind es ganze 49 Hütten, die teilnehmen. Frühmorgendliche Wanderungen in allen Schwierigkeitsgraden haben hier ein traditionelles Frühstück zum Ziel. Im Brixental in den Kitzbüheler Alpen hat sich die Initiative KochArt gegründet, der 23 Betriebe angehören. KochArt will Regionalität und Nachhaltigkeit in der Gastronomie stärken. Heimische Produkte werden aber nicht nur verkocht, sondern auch im Rahmen verschiedener Veranstaltungen ins Schaufenster gestellt. Zum Beispiel bei den Raritätentagen, wo das Almschwein im August im Mittelpunkt des Interesses steht. Auch diese seien ein gelungenes Beispiel für ein touristisches Angebot, das der Region und nicht zuletzt 
den Einheimischen zugutekomme, sagt Michael Walzer. Denn: „Schmecken tut’s allen!“

Almfrühstück
© Tirol Werbung/Jarisch

Initiative Kulinarik

Die Tirol Werbung stellt Kulinarische Wanderungen in den Mittelpunkt und hat in Zusammenarbeit mit Experten in drei Kategorien jeweils die Top 3 Hütten und Almen auserkoren. 

Kategorie „für Gourmets“

Wedelhütte, Zillertal Angerer Alm, St. Johann in Tirol IceQ, Ötztal
Themenexperte: Hauben- & Sternekoch Alexander Fankhauser

Kategorie „eigene Produktion“

Burgeralm, Rettenschöss Außermelang Alm,
Wattenberg Gampe Thaya, Sölden
Themenexpertin: Autorin und Almexpertin Irene Prugger

Kategorie „für Familien“

Kammerköralm, Steinplatte Mutterer Alm, Mutters Seealm Hög, Serfaus
Themenexpertin: Mutter und TT-Redakteurin Kathrin Siller

Kriterien für die Auswahl: leichte Erreichbarkeit (Touren mit höchstens 400 Höhenmetern bzw. eineinhalb Stunden Gehzeit), Bergpanorama, Hütte, Alm oder Bergrestaurant als Ziel, Gastlichkeit, Ambiente und Kulinarik auf gehobenem Niveau, erlesene Getränkeauswahl

THEMEN IN DIESEM ARTIKEL:
#Gastronomie#Tourismusverband
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