Meta-Ebene
© Tirol Werbung / OLIVER SOULAS
Saison: Herr Margreiter, welche Zielsetzung verfolgt die Taskforce? Josef Margreiter: Die Covid-19 Task Force Tourismus wurde bereits im März dieses Jahres von unserem Landeshauptmann Günther Platter ins Leben gerufen. Vorrangiges Ziel ist es, eine gute Abstimmung politischer Maßnahmen und hohe beziehungsweise landesweit möglichst einheitliche Standards in den Covid-19-Schutzmaßnahmen für einen sicheren und unbeschwerten Urlaub in Tirol zu garantieren.
Und wer ist an dem Gremium beteiligt? Das Steuerungsgremium setzt sich aus den gewählten Spitzen unserer Tiroler Tourismuswirtschaft sowie Experten und Vertretern des Landes Tirol zusammen. Beteiligt sind neben dem Land auch die Wirtschaftskammer und insbesondere die Sparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft. Weiters ist die Task Force in drei Arbeitsgruppen organisiert: Jene der Leistungsträger inkludiert von den Bergbahnen bis hin zum Privatzimmervermieterverband das Leistungsspektrum des Tiroler Tourismus. Die Arbeitsgruppe Tourismusverbände koordiniert alle 34 Tiroler TVBs in der Tirol Werbung. Drittens wird die für alle zentrale Information und Kommunikation in der Tirol Werbung gebündelt.
„Vorrangiges Ziel ist es, eine gute Abstimmung politischer Maßnahmen und hohe bzw. landesweit möglichst einheitliche Standards in den Covid-19-Schutzmaßnahmen zu garantieren.“
Sind die Entscheidungen der Task Force bindend? Die Covid-19 Task Force Tourismus hat keinen behördlichen Status. Das heißt, sie beschließt auch keine Verordnungen. Wir sind vielmehr Moderatoren im Informationsaustausch zwischen allen relevanten Stellen in alle Richtungen und liefern Lösungsansätze beziehungsweise Handlungsempfehlungen.
Und wie sieht das in der bisherigen Umsetzung aus? Beispielsweise verfügen mittlerweile alle touristischen Leistungsträger in Tirol über professionelle Covid-19-Konzepte, welche es über die geeigneten Kanäle zu kommunizieren gilt. Themen wie Gästeregistrierung und Contact Tracing, Carepoints in den Destinationen bzw. Testservices für Betriebe als wichtige Ergänzung zu den Teststraßen der Bezirkshauptmannschaften oder die Abstimmung von Safe-House-Lösungen stehen ebenso auf unserer Agenda wie die Kooperation mit den Honorarkonsulaten und Botschaften, die parallele Entwicklung von Risikomanagement-Konzepten mit dem MCI oder Szenarien für unsere Entscheidungsträger für die bessere Einschätzung dieser unsicheren Wintersaison. Zu nennen sind weiters Dashboards mit touristisch relevanten Zahlen und Informationen inklusive Medienbeobachtung sowie Strategien zum besseren Reputationsmanagement der Marke Tirol.
Vielen Dank für das Gespräch.
Das könnte Sie auch interessieren
Es ist kompliziert
Das Verhältnis zwischen dem Tiroler Tourismus und der Tiroler Bevölkerung war schon mal besser. Bei manchen Themen scheinen die Fronten verhärtet, doch noch ist nichts verloren – zumindest nicht nach Ansicht einer Paartherapeutin, die für uns diese ganz besondere Beziehung beleuchtet hat.
Sicher unterwegs
Wo Viehhaltung auf der Alm und touristische Nutzung aufeinandertreffen, braucht es einen behutsamen Umgang miteinander. Zehn Verhaltensregeln, Warnschilder und Hinweistafeln sollen dabei helfen.
Tourismus wird rasch wieder durchstarten
Martin Kocher, Chef des Instituts für Höhere Studien (IHS), sieht für den Tourismus im Alpenraum besondere Chancen nach der Krise. Mit dem Start der Impfungen werde auch die Reiselust zurückkehren. Den Trend hin zu nachhaltigen und längeren Aufenthalten in den Bergen gelte es mit Qualität zu verbinden.

